Die Funktion eines Sprecherdemos

 

Entscheidet sich ein Kunde,  eine Agentur  oder Produktionsfirma grundsätzlich dafür, einen Sprecher einzusetzen, beginnt die Suche nach einem Demo des  Sprechers oder der Sprecherin.
Deshalb präsentieren sich die meisten Sprecher im Netz mit Sprechproben, oder haben zumindest Demo-CD´s an Agentur, Fernsehsender oder Rundfunkanstalt geschickt, die dann aus einem Sprecherpool die für sie passende Stimme auswählen. Mitunter wird auch ein individuelles Demo erstellt. Die Sprechstile können sehr unterschiedlich sein, deshalb versucht ein Sprecher, mit seinen Demos eine Bandbreite abzudecken. Ein Sprecherdemo sollte die Stile enthalten, in denen der Sprecher seine Schwerpunkt sieht- aber diese auch umfassend abbilden. Manche Kunden bevorzugen Hörproben, die mit Musik unterlegt sind. Auf diese Weise wirkt ein Sprecherdemo oft komplett und überzeugt mehr. Tonstudios bevorzugen allerdings meist trockene Sprecherdemos, die nicht mit Musik unterlegt sind. Dieses können die Tonstudios dann mit der womöglich bereits ausgewählten Musik unterlegen und so dem Kunden präsentieren. Hören Sie hier ein von Christian Büsen zusammengestelltes Sprecherdemo.

Grenzen von Sprecherdemos und individuelles Demo

So verschieden die gewünschten Sprechstile sein können, so schwierig ist es manchmal für den Kunden, ein wirklich passendes Demo zu finden. Oft geht es zwar in die richtige Richtung, ist aber bespielsweise eine Spur zu getragen. Oder es passt zwar gut, aber der Kunde, z.B. ein Werkzeughersteller, kann sich die Stimme nicht mit seinem Produkt vorstellen, weil das Sprecherdemo aus dem Healthcare-Sektor stammt. Wird der Sprecher also bei Beauftragung wirklich das umsetzen können, was sich der Kunde vorgestellt hat? Diese Frage können sich manche Kunden nach einem generischen Sprecherdemo noch nicht sicher beantworten. Deswegen bieten einige Sprecher sogenannte individuelle Demos (auch Punktcasting oder  "custom demo")  an. Das sind kurze, extra vom Sprecher für den Kunden aufgenommene Hörproben, die einige Textzeilen des tatsächlich zu vertonenden Kundenskriptes enthalten. Auf dieser Grundlage gelingt es den Entscheidern manchmal besser, einen für sie einschätzbaren  Eindruck des Sprechers zu erhalten. Denn schließlich geht es längst nicht nur um die Stimme. Die entscheidende Frage ist, ob der Sprecher in der Lage ist, den geforderten Sprechstil umzusetzen. Wenn das nicht gelingt, nützt die schönste Stimme nichts. Oder,  wie es bei dem amerikanischen  Voicecoach James Alburger heißt: "It´s not about your voice. It´s about what you can DO with your voice. "