Sprechstile und Technik beim Sprechen von Werbung


Wie ihre Kampagne ein Erfolg wird

Wenn Sie auf ein Produkt oder Ihre Firma aufmerksam machen möchten und dafür eine mediale Form wählen, stellt sich schnell die Frage nach einem Sprecher für Werbung. Der Begriff Werbung ist dabei sehr weit gefasst. Vielleicht denkt man zunächst an die klassischen Werbespots im Radio oder Fernsehen. Doch Werbung hat noch viel mehr Erscheinungsformen, und immer neue kommen hinzu. Häufig wird auch ein Imagefilm produziert, der eine längere Laufzeit haben kann als ein Werbespot. Manchmal werben Unternehmen, während der Kunde in der telefonischen Warteschleife ist, für bestimmte Angebote. Auf Youtube hat sich preroll -Werbung etabliert, manche App´s für Handys können Werbung einblenden. Und im Baumarkt werden point-of-sale-Videos abgespielt, die direkt neben dem Verkaufsdisplay des Produktes dessen Vorzüge beschreiben. Aber insbesondere das Internet ist zu einer Plattform für medial aufbereitete Werbung geworden und hat den Markt für die Sprecher von Werbung erheblich erweitert. Beim Sprechen von Hörfunk-oder Fernsehwerbung gibt es oft rollenhafte Dialoge, die zum Teil bewusst überzeichnet werden. Auch ein sogenannter Off-Sprecher in einer Werbekampagne wird sehr bewusst auf Grund seiner stimmlichen und sprecherischen Qualitäten ausgewählt. Soll er sehr nah wirken, als wäre er der Nachbar? Oder eher der distanzierte Arzt, der ein medizinisches Produkt bewirbt? Lasziv? Visionär? Cool und hip? Oder auf sehr hohem Energielevel, wie auf dem Weg zur Techno-Party? So vielfältig die Produkte, so vielfältig auch die in der Werbung von den Sprechern verlangten Sprechstile. Auch, wenn viele Sprecher eine hohe Wandlungsfähigkeit an den Tag legen, nicht jeder Sprecher ist- allein schon auf Grund der stimmlichen Gegebenheiten- für jede Rolle in der Werbung geeignet.
Eine Werbeagentur bespricht dann mit dem Kunden die gewünschte Tonalität des Sprechers und gemeinsam wird an Hand von Hörproben der geeignete Sprecher ausgesucht. Der Sprecher muss nun nach einem Briefing durch die Agentur sprecherisch umsetzen, was der Produzent als Idee im Ohr hat. Diese Abstimmung ist nicht immer leicht, weil das Beschreiben künstlerischer Ideen mittels Worten Grenzen hat. Das Ziel, das der Sprecher von Werbung verfolgt, ist natürlich, den Hörer zu animieren, sich näher für das beworbene Produkt zu interessieren. Nicht immer finden solche Produktionen in einem Tonstudio statt. Es kann sein, dass der Sprecher, der ideal für die Kampagne passt, zu weit weg wohnt. Deswegen haben sich bereits in den 90ger Jahren ISDN-Übertragungen etabliert, die inzwischen von Internet-Breitbandverbindungen abgelöst werden. Kunde, Sprecher und Agentur schalten sich in einer Telefonkonferenz zusammen- nur, dass die Qualität des Audiosignals, das mittels Programmen wie Source connect übertragen werden kann, Sendequalität hat.

Bei einem Imagefilm oder Produktfilm genügt meist ein telefonisches Briefing vorab. Viele Texte geben dem erfahrenen Sprecher von Werbung bereits eine Richtung vor, und oft hat man schon zusammengearbeitet, so dass man die gewünschte Stilrichtung schon kennt. Ein Imagefilm kann relativ sachlich gesprochen werden, oder er kann, wenn es zum Beispiel um bahnbrechende Erfindungen eines großen Unternehmens geht, einen visionär-dokumentarischen Stil erfordern. Obwohl hier der Sprechstil mehr an eine TV-Dokumentation als an Werbung erinnert, bleibt es auf Grund der werberischen Absicht trotzdem Werbung- was auch abrechnungstechnische Konsequenzen hat. Während ein Produktvideo mehr die Vorzüge eines einzelnen Produktes bewirbt, stellt der Imagefilm das gesamte Unternehmen und seine Unternehmensphilosophie vor. Eine Weiterführung in diese Richtung, vornehmlich Stimmung im Unternehmen zu transportieren, bildet der Moodfilm. Er ist meist kürzer, legt Wert auf künstlerisches Bildmaterial und Musik, um vor allem Stimmung zu übertragen. Wenn überhaupt ein Sprecher eingesetzt wird, dann meist für sehr kurze Textsequenzen oder einen griffigen Claim am Ende.
Welches mediale Produkt auch immer Sie einsetzen möchten: Sorgen sie durch einen professionellen Sprecher dafür, dass Ihre Werbebotschaft ankommt und haften bleibt. Denn Werbeproduktionen kosten Geld, und die Werbeschaltungen ebenso. Da sollte nicht am falschen Ende, nämlich am Sprecher der Werbung gespart werden. Zumal der Sprecher im Gesamtbudget einer Werbekampagne meist einen geradezu verschwindend kleinen Teil ausmacht. Mehr zur Preisgestaltung bei Werbesprechern finden Sie in den FAQ.